“jungle”
cusco/puno/copacabana – nach unserer reise zu den inkas folgten wir dem ruf des dschungels. unser achttaegiger ausflug begann in cusco und fuehrte nordostwaerts ueber land und fluss in das manu reservat. der nationalpark ist riesig und umfasst verschiedene vegetationszonen: vom grasland hoch in den anden, durch den nebelwald hinunter in den bergurwald und in den regenwald des tieflandes. so fuhren wir bis auf 4.000m und dann hinab bis auf 200m. manu wurde von der unesco zum weltnaturerbe erklaert. tourismus ist nur eingeschraenkt moeglich: nur in der kulturellen zone und in einem kleinen teil der manu reserved zone.
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eine busfahrt, die ist holprig
fuer uns begann der erste tag fruehmorgens – wie auch an den anderen tagen – denn wir hatten eine lange busfahrt vor uns. 5.30 uhr fuhren wir los, in einem alten, klapprigen bus ohne heizung. so froren wir die ersten stunden um die wette. der bus schlaengelte sich auf engen strassen immer nahe am abgrund die berge hinauf bis zum acjanacupass, mit ca. 4.000m. auf dieser gefaehrlichen strecke (etwa ein schwerer unfall pro monat) kamen uns die oertlichen “busse” entgegen: LKW`s mit fahrgaeste auf der ladeflaeche.
die sonne strahlte und wir hatten einen praechtigen blick auf dem nebelwald und die darin haegenden wolken, dann ging`s runter auf einer noch engeren und schlechteren strasse, die uebersaet war von tiefen loechern. unser bus schaukelte hin und her zwischen wasserfaellen auf der einen und tiefen schluchten auf der anderen seite. je weiter wir bergab fuhren, um so waermer und feuchter wurde es.
eigentlich wollten wir an diesem tag den cock of the rock, den peruanischen nationalvogel, bei seinem locktanz beobachten. leider wurde das wetter schlecht und der vogel mit dem leuchtend roten kopf liess sich nicht blicken. schade.
zu land, zu wasser und in der luft
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am naechsten morgen spazierten wir ca. fuer 2 1/2 stunden im nebelwald. geplant war eigentlich nur eine stunde, aber unser busfahrer musste die alte karre erst wieder startklar machen. so hatten wir zeit fuer planzen und tiere. neben “colorful birds” sahen wir viele schmetterlinge und ein paar affen. am wegesrand wachsen auch viele medizinische pflanzen. einwohner finden hier schmerzstillende blueten und die frau eine natuerliche “pille”. eine planze mit gelber schuhaehnlicher bluete wird jeden abend als tee getrunken. soll tatsaechlich funktionieren.
mittags tauschten wir dann unseren platz im bus gegen einen im raftingboot ein. zum ersten mal rafting und es machte richtig spass. abends stiefelten wir dann mit taschenlampe durch den wald. wieder konnten wir affen auf den baeumen herumspringen sehen. vor allem sahen wir aber spinnen in allen erdenklichen groessen, darunter auch tarantulas. spinnen kann man bei dunkelheit gut ausfindig machen, wenn man die taschenlampe auf augenhoehe haelt. wenn zwei rote punkte leuchten, hat man eine gefunden.
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am dritten tag schwangen wir uns wie tarzan und jane von baum zu baum, aber nicht mit einer liane sondern mit der modernen form, dem canopy – stahlseile, die zwischen den baumkronen gespannt sind.
dann sprangen wir fuer einige stunden ins boot und fuhren den alto madre de dios fluss hinab. entlang des flusses sahen wir huetten. hier leben dorfgemeinschaften, die zum teil ihre eigene sprache sprechen. viel wichtiger waren aber die tiere, die wir auf unserer fahrt beobachten konnten. unsere guides waren immer voll aus dem haeuschen, wenn sie etwas erblickten. x-verschiedene vogelarten wurden uns gezeigt, darunter auch papageie und tukumane.
ankunft im regenwald
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endlich, am vierten tag fuhren wir auf dem braunen und waermeren manu fluss in die reserved zone ein. schwimmen ist verboten, denn es gibt caimane und piranhas. wieder waren unsere guides mit dem fernglas auf tiersuche. wir bekamen hinweise wie folgt: schildkroeten auf um 9, schwarzer caiman auf halb 11, weißer caiman auf um 1.
in der manu reserved zone gibt es keine doerfer mehr, nur einige indianerstaemme. sie sind jaeger und sammler, wohnen in einfachen huetten mit palmenblaetterdach. nur ein oder zwei staemme haben und wollen kontakt zur aussenwelt. die anderen leben in voelliger abgeschiedenheit.
nachdem wir unsere huetten bezogen hatten, machten wir uns auf zum salvadorsee. hier leben die riesenotter und natuerlich auch caimane. mit einem catamaran glitten wir langsam ueber den see: am abend sahen wir caimane und am naechsten morgen die riesenotter, die gerade laut schnorbsend ihren frisch gefangenen fische verputzten. wenn es im dschungel etwas im ueberfluss gibt, dann sind das “birds, bugs and butterflys” (wie einer der mitreisenden nuechtern feststellte) und mosquitos. die folgten uns auf schritt und tritt und mittlerweile waren wir trotz insektenschutz und langer kleidung am ganzen koerper zerstochen.
affengeschrei und seltsame baeume
auf unseren streifzuegen hoerten wir auch immer wieder die schreie der affen und wenn ueber uns die blaetter raschelten, waren die koenige der baeume nicht weit. jaguare gibt es auch, mehr als spuren konnten wir aber nicht entdecken.
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interessant sind auch die pflanzen und baeume im manu nationalpark. so findet man “the walking palm”, die sich wirklich fortbewegen kann, wenn auch nur sehr langsam; den “erotic tree” oder fuer uns “pimmelbaum”, der vor allem bei den weiblichen touristen begeisterung ausloeste, den sapote tree, den heiligen baum der einwohner und den knoblauchbaum, der tatsaechlich intensiv nach knoblauch riecht und mit dessen rinde sich die einwohner einreiben, um die laestigen moskitos fernzuhalten.
nach zwei naechten hiess es abschied nehmen aus dem regenwald. zurueck in boca manu, dem tor zur reserved zone, gab es ein fussballspiel zwischen einer peruanisch-spanisch-hollaendischen und einer israelisch-hollaendisch-deutschen auswahl, wobei peru und israel das deutlich groesste spielerkontigent stellten. wie es ausging duerfte klar sein, oder hat schon mal jemand grossartiges ueber israelischen fussball gehoert? bezeichnend wohl auch, dass das einzige tor gegen peru grandios vom einzigen deutschen akteur eingeleitet wurde (die meiste zeit war dieser jedoch gezwungen, sich in der abwehr aufzureiben und konnte so keinen der drei im angriff wartenden israelis mit paessen bedienen.)
der weiten weg zurueck nach cusco nahm noch einmal zwei volle tage in anspruch.
titel: hz-klopfen (@myspace.com – vielleicht koennen sich die jungs ja durchringen, den song zum anhoeren reinzustellen. ansonsten scheibe auf hz-klopfen.com fuer lau (!) bestellen)
Comments
3 Responses to ““jungle””
Sag was!

Hank-er on Juni 4th, 2009 7:19 pm
Das die Peggy auch Fußball spielt wußte ich gar nicht…!
Und Israel und Fußball passt sehr wohl zusammen – der Loddar ist doch (noch) dort!
P.S. DIe Fotos sind wieder Wahnsinn…!
soeren on Juni 7th, 2009 10:59 pm
ich wuerds nicht fussball spielen nennen, aber das wuerde ich bei dir auch nicht
auf jeden fall macht sie als spielerfrau eine bessere figur als du
und dass der loddar die einzige referenz fuer israelischen fussball ist, ist genau das, was ich meine!
die hz-klopfer koennten echt mal aus der hose kommen, ist n geiler song! (und uebrigens sind alle sticker verteilt)
matz on Juli 3rd, 2009 12:04 pm
das gefaellt Dir, wa? scheibe in wiesbaden…
danke fuer das sticker-verteilen, guerilla-distribution, what fuckin ever!!!
ps: wenn man das so alles liest, schön, dass Ihr endlich wiederkommt.
bis naechste woche…